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Isabel Friedrich | Soft Collapse

Ausstellung noch bis zum 18. April 2026

Anlässlich der Ausstellung erscheint eine Umfangreiche Publikation im Göttinger Verlag der Kunst

Die Galerie Greulich versteht sich als Frankfurter Galerie – und das heißt auch: Wir arbeiten mit Künstlerinnen und Künstlern zusammen, die prägend für diese Stadt sind. Isabel Friedrich ist eine dieser Persönlichkeiten im Frankfurter Kunstleben. Vor genau zehn Jahren haben wir ihre erste Ausstellung in der Galerie gezeigt. Am Freitag, den 13. März 2026, eröffnen wir voller Freude ihre aktuelle Ausstellung.

Isabel hat an der Städelschule bei Per Kirkeby und Ayşe Erkmen studiert – zwei denkbar unterschiedliche Positionen. Was sie daraus gemacht hat, ist eine Malerei, die sich nicht in Schubladen fügt. Zuweilen fließend und unbestimmt, dann wieder präzise in der Linie. Ihre Bilder kreisen um frühe Prägungen, um das, was sich ins Innere eingeschrieben hat und von dort aus weiterwirkt. Das klingt nach Introspektion – geht aber weit darüber hinaus. Isabel Friedrich zeigt uns Befindlichkeiten, die wir alle irgendwie kennen und die sie in starke, eigenwillige Bildwelten übersetzt.

Was mich an Isabels Arbeit besonders interessiert: Sie scheut sich nicht vor dem Persönlichen. In manchen Arbeiten tauchen Bastelarbeiten ihres Sohnes in den Szenerien auf, das Häusliche dringt ins Gemälde ein. In den neuesten Arbeiten sehen wir Inspirationen, die sich auf digitale Oberflächen beziehen: Gittermuster durchlaufen Landschaften und werden zu surrealen Szenarien. Die Betrachter und Betrachterinnen sind – wie die Protagonisten der Bilder – mit etwas konfrontiert. Was, das muss wohl jede*r für sich selbst entdecken.

Malerisch wechselt Isabel zwischen dünn verlaufender Farbe, fast wie bei einem Aquarell, und klar strukturierten Kompositionen.

Isabel Friedrich hat sich in den vergangenen Jahren eine klare Position erarbeitet – als Malerin, die ihren inneren Bildern vertraut und sie mit Konsequenz auf die Leinwand bringt. Dabei überrascht sie immer wieder mit ihren Motiven, sie bläht Dinge auf, nimmt anderes weg. Es ist eine Malerei der Verschiebungen und Verdichtungen, die einen nicht loslässt.